Aktuelle Hilfsprojekte

Die aktuelle Finanzkrise im Libanon, die Corona-Pandemie und der verheerende Bombenanschlage am 4. August in Beirut treffen das ganze Land hart: Mit dem Staatsbankrott hat das Libanesische Pfund um 250 Prozentpunkte gegenüber dem US-Dollar verloren, die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, 17 % der arbeitenden Bevölkerung bezieht kein Einkommen. Der Staat hat alle Schulen geschlossen; ihre Lehrer muss die NESSL dennoch weiterbezahlen. All dies stellt den Einsatz der NESSL für Geflüchtete vor große Probleme.

Die Evangelische Kirche in Syrien und Libanon (NESSL) unterstützt 250 syrische Flüchtlingsfamilien und 150 libanenische Familien, die Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen haben, mit Basispaketen an Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln. Dabei erhalten die Familien, zu denen die NESSL trotz Schulschließung weiterhin Kontakt hält, in örtlichen Läden einlösbare Gutscheine; so wird sichergestellt, dass das Geld wirklich für Grundnahrungsmittel und Basishygieneartikel verwendet wird.

Die Gesamtkosten betragen 160.000 US-Dollar. 55.000 Euro davon stellt die Landeskirche aus Haushaltsmitteln zur Verfügung und 15.000 Euro die Reformierte Kirche. Die Restsumme möchte die Landeskirche durch Spenden aufbringen.